Myoelektrische Armprothesen

Myoelektrisch gesteuerte Armprothesen sind Fremdkraftprothesen.

Myo ist aus dem griechischem Wort mys abgeleitet worden, was übersetzt Muskel heißt.

Bei jeder Kontraktion eines Muskels entsteht aufgrund eines komplexen biochemischen Vorgangs eine elektrische Spannung, die auf der Haut gemessen werden kann. Diese Signale werden zum Steuern elektrisch angetriebener Prothesenkomponenten genutzt.
Diese elektrischen Spannungen liegen im Mikro-Volt-Bereich (1,25 Volt = 1 millionstel Volt). Sie werden von sogenannten Elektroden abgenommen, verstärkt und zur Steuerung der mechatronischen Komponenten genutzt.

Kosmetische Armprothesen

Manche Patienten verzichten bewußt auf aktive Funktionen einer Armprothese und haben einen hohen Anspruch in Bezug auf Gestaltung, Aussehen, Tragekomfort, Gewicht und unkomplizierte Handhabung.

Kosmetische Armprothesen eignen sich für alle Amputationshöhen.

Die funktionellen Möglichkeiten dieser Prothese beschränken sich jedoch auf ein einfaches Gegenhalten. Besondere Bedeutung haben Sie nach hohen Amputationen, wenn funktionelle Prothesen abgelehnt werden bzw. fehlende Funktionen nicht ersetzt werden können.

Die Kosmetikhände entsprechen durch ihr natürliches Aussehen dem Wunsch des Patienten, der auf die Wiederherstellung seines äußeren Erscheinungsbildes größten Wert legt.

Zugbetätigte Armprothesen

Zugbetätigte Armprothesen sind Eigenkraftprothesen. Dabei handelt es sich um sogenannte aktive Greifarme, bei denen die Prothesenfunktion über die eigenen Körperkr⊂fte des Stumpfes und / oder des Schultergürtels gesteuert werden.

Die Bewegung wird über eine Kraftzugbandage an der Prothese eingeleitet. Bei einer Unterarmprothese erfolgt so z.B. durch das gezielte Bewegen der gesunden Schulter oder beider Schultern das Öffnen der Prothesenhand oder des Hooks.

Bei Oberarmbandagen kann man durch eine Dreizugbandage zusätzlich den Arm beugen und das Ellbogengelenk sperren. Durch die Bewegungsübertragung mittels Eigenkraft bekommt der Patient über die Kraftzugbandage ein Gefühl für die Bewegungen.

Die System-Einzug und -Zweizughände gehören zu den zugbetätigten Prothesen und werden über solche Kraftzugbandagen gesteuert. Anstelle einer Systemhand kann auch ein Hook als Greifgerät eingesetzt werden. Er wird ebenso mittels einer Kraftzugbandage gesteuert. Vorteile der Eigenkraftprothesen sind die relativ einfache Mechanik, der relativ günstige Anschaffungspreis und die ebenso niedrigen Wartungskosten.

Fragen?

Anschrift Leipziger Str. 45c
Telefon 0391 6 11 17 43
Telefax 0391 6 20 98 86

E-Mail kontakt@toc-reha.de

T·O·C spezial

Vitalfunktionen

Banner haseharald